Aufruf von VertreterInnen der Evangelischen Kirche und Erwerbsloseninitiativen


Unter dem Motto „Umfairteilen – Reichtum besteuern“ findet am Samstag, 14. September, in der Bochumer Innenstadt eine bundesweite Demonstration statt, zu der auch Vertreter der Evangelischen Kirche in Bochum aufrufen.
Um 11.30 Uhr startet nach Angaben der Veranstalter der Sternmarsch an drei Orten mit je einer Auftaktkundgebung in der Massenbergstraße am Hauptbahnhof, am Jahrhunderthaus und vor dem Schauspielhaus. Abschlusskundgebung am Bergbau-Museum: gegen 13 Uhr

In dem auch von Superintendent Peter Scheffler unterzeichneten Aufruf heißt es: „Die Einkommensschere zwischen Armen und Reichen hat sich in Deutschland dramatisch entwickelt. Das Privatvermögen von einem Prozent der Bundesbürger ist inzwischen höher als alle Schulden von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Ebenso steigt leider auch der Anteil der armen Bevölkerung stetig. Behinderte, Ältere, Arbeitslose, Kranke, Kinder und junge Erwachsene tragen ein überdurchschnittliches Armutsrisiko.
 
Das Engagement der Kirchen allein reicht hierbei nicht aus und die öffentlichen Haushalte sind dramatisch unterfinanziert. So fehlen allein aufgrund der Steuergeschenke für Unternehmen und für Vermögende jährlich 50 Milliarden Euro in den Kassen. Beispielsweise wird mehreren hunderttausend Haushalten in Deutschland jährlich der Strom abgestellt. Gleichzeitig werden Golfplatzbetreiber bei den Netzentgelten entlastet.
 
Wir werden nicht hinnehmen, dass die soziale Spaltung zunimmt und die Daseinsfürsorge immer stärker ausgehöhlt wird. Wir demonstrieren deshalb am 14. September für mehr soziale Gerechtigkeit, für gute Lebensbedingungen und faire Entwicklungschancen.“

Vertreter der Evangelischen Kirche und der Erwerbsloseninitiativen rufen dazu auf, sich an der Auftaktkundgebung mit Superintendent Scheffler in der Massenbergstraße zu beteiligen.
Die Demonstrationszüge, die sich in der Innenstadt begegnen und von rollenden Bühnen für Kultur- und Wortbeiträge begleitet werden, erreichen gegen 13 Uhr die Abschlusskundgebung am Bergbau-Museum.

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